Holocaust-Pädagogik

Im Rahmen der Holocaust-Pädagogik nimmt die Jahrgangsstufe 7 an einem Workshop in der Mahn- und Gedenkstätte teil. Thema des Workshops sind die Bilder, die der Kunstlehrer Julo Levin mit seinen Schülern in der ehemaligen Jüdischen Volksschule Düsseldorf anfertigte und die den Krieg in einem Versteck überdauerten. Die Fahrten werden von Jonathan begleitet.
Julo Levin hat als Kunstlehrer an der 1935 begründeten Jüdischen Volksschule Düsseldorf gearbeitet und Zeichnungen seiner jüdischen Schülerinnen und Schüler gesammelt. Die Bilder wurden während der NS-Zeit versteckt und damit für die Nachwelt erhalten. Unter dem Titel „Verjagt, ermordet“ wurden diese jüdischen Kinderzeichnungen rund um den Erdball ausgestellt.

Termine der Workshops:
Klasse 7a – 12.11.18
Klasse 7b – 19.11.8

 

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Jonathan Grünfeld

 

 

Spende für das Kinderhospiz

Anlässlich der Hohen Feiertage sammelten die Kinder des Albert-Einstein-Gymnasiums eine Spende für das Düsseldorfer Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland: Sparbüchsen wurden geplündert, Taschengeld zusammengelegt und die Familien um eine Beteiligung gebeten. Auf diese Weise kamen mehr als 1.300 Euro zusammen.
Mit dieser Spende möchte das Gymnasium die wichtige Mizwa der Zedaka erfüllen und damit die Hilfsbedürftigsten unserer Gesellschaft bedenken – schwerkranke Kinder und Jugendliche.
Die Schirmherrin des Hospizes, Frau Dr. Vera Geisel, nahm gerne die Einladung an und erschien persönlich zur Spendenübergabe im Albert-Einstein-Gymnasium.
Mit einer Schabbatfeier am 5.10.18 bescherten die Kinder Frau Geisel einen herzlichen Empfang. Souverän führten Anna-Sophia und David aus Klasse 7a durch das vorbereitete Programm. Die beiden jungen Moderatoren konnten neben Frau Dr. Geisel auch Ruthi und Herbert Rubinstein sowie die Rabbiner Kogan und Kochan als Gäste begrüßen.
Auf dem E-Piano stimmte Mark (5b) die Gäste gekonnt mit dem Stück „Hine MaTow“ auf die Feier ein. In das Lied „Baschana Habaa“, schwungvoll von Isabel (5b) auf dem Piano vorgetragen, stimmten alle Gäste fröhlich ein. Frau Dr. Geisel berichtete den anwesenden Schülern behutsam von der Arbeit des Hospizes. Die Kinder hörten aufmerksam zu und durften im Anschluss Fragen stellen. Ihre Fragen ließen erkennen, wie bedeutsam den Kindern die Spende gerade an diese Institution ist.
Rabbiner Kogan und Kochan betonten in ihren Reden die Wichtigkeit der Mizwa, die die Gymnasiasten mit ihrer Spende erfüllt haben. Alle Anwesenden zündeten die Schabbatkerzen an und feierten gemeinsam den Schabbat mit „Lecha Dodi“ und einem Kiddusch. Das Programm wurde abgerundet von mehreren hebräischen und englischen Liedern, die von Musiklehrerin Carolina von Marschall mit den Klassen eingeübt wurden. Hier zeigten sowohl die jugendlichen Musiker als auch die Sänger ihr Können.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Spendern und bei Frau Dr. Geisel, die den Kindern durch ihre Ansprache die bedeutsame Arbeit des Hospizes nahegebracht hat.

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Jonathan Grünfeld

 

 

Patenprojekt des Albert-Einstein-Gymnasiums

Das Albert-Einstein-Gymnasium startet in diesem Schuljahr ein Patenprojekt mit dem Nelly-Sachs-Haus. Zehn interessierte Siebtklässler treffen dazu auf ebenso interessierte Senioren, um einmal pro Monat einen schönen Nachmittag mit gegenseitigem Gedankenaustausch, Spaziergängen und Spielen im jüdischen Elternheim zu verbringen. Der Nachmittag klingt jeweils mit einem Besuch des Kabbalat Schabbat-Gebets, dem Kiddusch und einem feierlichen Schabbat-Essen aus. Das Projekt wird von Bert Römgens, dem Sozialen Dienst sowie Jonathan Grünfeld begleitet. Hier ein Bericht von Daniil, einem Schüler des AEG, der an dem Projekt teilnimmt. Daniil kam im letzten Schuljahr aus der Ukraine nach Düsseldorf und hat in dieser kurzen Zeit schon sehr gut Deutsch gelernt.
„Das Albert-Einstein-Gymnasium hat ein Projekt begonnen. In diesem Projekt besuchen zehn Kinder das jüdischen Elternheim, auch bekannt als Nelly-Sachs-Haus. Dort treffen sich die Kinder mit ihren Partnern, die im Nelly-Sachs-Haus wohnen. Sie verbringen viel Zeit zusammen. Es gibt Freizeit, Schabbatfeier und Abendessen. Ich bin sehr froh, dass ich an dem Projekt teilnehmen kann. Mein Partner, Aleksey Sh., ist ein sehr aktiver, positiver und religiöser Herr. Er hat auch eine Frau, mit der er zusammen im Nelly-Sachs-Haus wohnt. Beide haben eine Tochter, einen Sohn und einen Enkel. Das Nelly-Sachs-Haus ist ein sehr modernes Haus. Es hat eine schöne Atmosphäre, die kaum beschrieben werden kann. Ich hatte ein Gefühl, als würde ich zu meinen eigenen Großeltern zu Besuch kommen. Ungeduldig warte ich nun auf das nächste Treffen.“

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Jonathan Grünfeld

 

Besuch von Herrn Michael Naor im AEG
Am Freitag, den 18.05.18, besuchte Michael Naor unsere Schabbatfeiern, um den Kindern über sein Leben zu erzählen. Herr Naor berichtete den Kindern auf lebendige und plastische Weise von den Themen, die für sein Leben eine besondere Bedeutung haben. Die Kinder hörten Herrn Naor sehr aufmerksam zu und stellten viele Fragen.
Besonders prägend für Herrn Naors Leben ist die Staatsgründung Israels, denn er ist nur wenige Jahre danach als Sohn von Schoa-Überlebenden in Israel geboren und aufgewachsen. In der Erzählung über seine Kindheit und Jugend war für die Zuhörer eine besondere Zuneigung und Fürsorge für den jüdischen Staat spürbar. Nach Beendigung einer Schule, die die weltliche mit der religiösen Bildung verband, folgte der Militärdienst. Eindrücklich berichtete Michael Naor von seiner Teilnahme an Kriegen, aus denen er glücklicherweise unverletzt herausging. Sein Interesse an der menschlichen Seele führte ihn schließlich zum Studienfach Psychologie. Die ersten Berufsjahre nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums verbrachte er als Psychologe einer Klinik in Israel, wechselte aber dann aus persönlichen Gründen nach Deutschland. Hier konnte er als klinischer Psychologe Fuß fassen und eine Familie gründen. In Deutschland waren von Anfang an das Engagement in der jüdischen Gemeinde Düsseldorf und für den Staat Israel wichtige Bestandteile seines neuen Lebens. Mittlerweile lebt er seit über dreißig Jahren in Düsseldorf und wurde vor kurzem pensioniert.
Wir danken Michael Naor für den Besuch und für den spannenden Bericht über sein Leben und seine Aktivitäten!

 

Schawuotfeiern
Das Wochenfest Schawuot wurde im Albert-Einstein-Gymnasium im Rahmen von zwei Feiern begangen. Am Donnerstag, dem vorletzten Schultag vor den Pfingstferien, versammelte sich zunächst die Jahrgangsstufe 5 und daran anschließend die Stufe 6 in der Mensa, um eine Quarkspeise mit Früchten anzurühren. Frau Kassner hatte tags zuvor unter Mithilfe von Frau Sonneborn fleißig Blinshiki für die Kinder gebacken. Für fast 90 Kinder kein leichtes Unterfangen! Um die Quarkspeise besonders schmackhaft werden zu lassen, rührten die Kinder fleißig in ihren Schüsseln, schnibbelten emsig Erdbeeren und versorgten sich gegenseitig mit Tipps, wie der Quark zuhause immer am besten gelingt. Nach vollendeter Arbeit war es endlich soweit: Die Festkerzen wurden entzündet, der Schawuot-Kiddusch wurde rezitiert und die Kinder konnten zufrieden in ihre mit Quark gefüllten Blinshiki beißen. Derart gestärkt, durchliefen die Fünftklässler noch ein Feiertags-Quiz mit Frau Sonneborn und die Sechstklässler erstellten eine Collage, in der die Zehn Gebote in die richtige Reihenfolge gebracht werden mussten.
Vielen Dank an alle Mitwirkenden!

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Jonathan Grünfeld

 

 

Jom HaSchoa-Gedenken im AEG

Weltweit gedachten am vergangenen Donnerstag (12.04.18) jüdische Gemeinden und Schulen der Opfer der Schoa – so auch das Albert-Einstein-Gymnasium. Um auf das Gedenken aufmerksam zu machen, wurden im Schulgebäude Gedenkplakate zum Jom HaSchoa aufgehängt. Möglichkeit zur weiteren Informationsvermittlung bot die Klassengemeinschaft: Hier berichteten die Lehrer über die Judenverfolgung und es wurden gemeinsam Gedenkkerzen entzündet. Schülerinnen und Schüler trugen in ihren Klassen das bekannte Gedicht „Jeder Mensch hat einen Namen“ („LeKol Isch Jesch Schem“) von Zelda Schneersohn Mishkovsky vor. Wie es in Israel Tradition ist, erhoben sich um 10 Uhr alle Schüler und Lehrer zu einer stillen Gedenkminute im Andenken und zur Ehre der Opfer.

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Jonathan Grünfeld

 

 

Rosch HaSchana im Albert-Einstein-Gymnasium

Die Schülerinnen und Schüler des Albert-Einstein-Gymnasium begrüßten das neue jüdische Jahr mit Aktivitäten und Feiern.

Dabei gestaltete die Jahrgangsstufe 5 Äpfel und Schofarot aus Papier, auf denen sie ihre persönlichen Wünsche für das Jahr 5779 aufschrieben. Diese Wünsche wurden als Dekoration in der Mensa angebracht. Die Jahrgangsstufen 6 und 7 gestalteten für ihre Familien Grußkarten mit Neujahrswünschen in verschiedenen Sprachen, die mit Fotos der Kinder versehen wurden.

In der Mensa erwartete die Kinder ein reichhaltig gedeckter Frühstückstisch mit allen bekannten Rosch HaSchana-Speisen. Nach dem Kiddusch erregte der Fischkopf das besondere Interesse der Kinder und sorgte für ein lebhaftes „Jehi Razon“-Gebet.

Einfühlsam begleitet von Isabel und Mark (beide 5b) auf dem E-Piano, stimmten die Kinder Rosch HaSchana-Lieder an. Fleißig hatten sie diese Lieder während der Sommerferien eingeübt. Ein großer Dank gilt den Müttern dieser jungen Pianisten, Frau Kheifets und Frau Yarovaya, die ihre Kinder dabei unterstützten.

Oberrabbiner Evers begeisterte die Kinder mit einem besonders langen „Tekia Gedola“, während Kantor Malinsky die Kinder bei „Awinu Malkenu“ auf der Gitarre begleitete.

Das Albert-Einstein-Gymnasium wünscht allen Schülerinnen und Schülern, ihren Familien, dem Kollegium, der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf und dem Staat Israel Schana Towa Umetuka.

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Jonathan Grünfeld